Der Unterschied in der Ausbildung, also der Teil der getrennt unterrichtet wird, beträgt insgesamt nur 150 Stunden. Da liegt es auf der Hand, wenn so wie jetzt, gelernte Fachkräfte für Veranstaltungstechnik in die Fortbildung einsteigen, die Sache breiter aufzustellen und alles abzudecken, so dass die Fachrichtungen nicht mehr benötigt werden. Insofern stehe ich auch heute noch hinter dem Konzept des "Neuen" Meisters.

Das bühnenwerk ist damals vom DIHK ausgewählt worden den Pilotlehrgang anzubieten. Dann wurde bei der DTHG ein neuer Vorstand gewählt, der sich mit dem Bühnenverein und den Fernsehanstalten zusammengetan hat, mit dem Ziel den "neuen" Meister zu verhindern. Die Argumente sind in keiner Weise schlüssig und leuchten mir bis heute nicht ein. Dennoch wurde große Angst und Unsicherheit verbreitet, so dass die Kammer in Hamburg die Durchführung der Prüfung verweigert hat.

Leider haben die Gegner der Modernisierung eine große Marktmacht, wer in Fernsehstudios, in Theatern oder beim Rundfunk arbeiten möchte wird mit dem neuen Schein nicht eingestellt. Das geht deutlich aus einem Positionspapier der DTHG vom 22. Mai 2013 hervor.

Daher bleiben wir hier im bühnenwerk vorerst noch bei der bewährten Ausbildung.


Christian Berghoff & Sebastian Hellwig
Thema: "Neuer" Meister für Veranstaltungstechnik

Liebe Freunde des bühnenwerks,

in der letzten Zeit wird häufig darüber diskutiert wie der "Neue" Meister ohne
Fachrichtungen zu bewerten ist und welche Vor- bzw. Nachteile eine solche Ausbildung
hat.

An der Entwicklung des "Neuen" Meisters habe ich vor einigen Jahren mitgearbeitet.
Damals war ich noch Vorstandsmitglied der DTHG und zuständig für die Bereich Arbeits-
und Gesundheitsschutz. Ziel der Überarbeitung der Prüfungsordnung war es unter
anderem, die Änderungen die sich aus der damals neuen Ausbildung zur Fachkraft für
Veranstaltungstechnik ergeben haben in die Meisterfortbildung einfließen zu lassen.

Die Fortbildung mit den Fachrichtungen, so wie wir sie derzeit durchführen, stammt
noch aus der Zeit als es den Beruf der Fachkraft für Veranstaltungstechnik noch gar
nicht gab und die Teilnehmer andere handwerklich Berufe zum Einstieg hatten. Daher
damals auch die Trennung, „Beleuchtung“ für diejenigen mit einem Elektrotechnischen
Beruf und „Bühne“ für die Schlosser, Tischler etc.
"In kaum einer Branche entwickeln sich die Technologien so rasant weiter wie in der Veranstaltungstechnik. Doch trotz Medienservern, komplexen Netzwerken und der Notwendig-keit gewerksübergreifender Zusammenarbeit braucht es nicht zuletzt eine grundsolide Ausbildung von Kern-kompetenzen.
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